Ein Olivenbaum muss alt sein, damit ordentlich Holz abfällt.

Es ist in Mode gekommen, dieses Holz. Eigentlich müsste es unbezahlbar sein. Ganze Völker leben von ihren Olivenhainen. Das heißt, sie können nur MIT ihnen überleben, nicht aber ohne sie.

Wie kann der Markt aber nun seit Jahrzehnten mit erschwinglichem Olivenholz überschwemmt werden, das einige hundert Jahre alt ist?

Das war meine Frage, schon lange. Woher kommt plötzlich all das Olivenholz?
Da war eine Vermutung. Und die hat sich bestätigt vor vielen Jahren. Kaum von der sogenannten Öffentlichkeit wahrgenommen (werden wollen?).

Es handelt sich um Krieg.

Entweder  Israel gegen Westjordanland.

Oder sogenannte Klimapolitik gegen die Menschheit. In Spanien zum Beispiel.

Nur ein paar Klicks im Internet. Und da steht es.

Man kann es also wissen.
Man sollte es also wissen.

Und was ist mit unseren eigenen deutschen Wäldern inzwischen?
Man munkelt, einige gehören längst Investoren aus China.

Interessiert das? Oder stört das?

Seit Jahrzehnten werden in Gaza den Palästinensern ihre einzige Lebensgrundlage vernichtet.
Das ist keine Politik und dies hier ist keine politische Aussage von mir.

Es geht jeden Menschen an. Es nennt sich Völkermord.

Schätzungen gehen davon aus, dass seit dem Bau der ersten israelischen Siedlungen im Westjordanland und der Besatzung 1967 mindestens zwei Millionen Olivenbäume durch israelische Siedler und Militärs zerstört wurden. Eine Zahl, die kontinuierlich steigt, so wurden 2021 alleine in der ersten Erntewoche mindestens 1400 Olivenbäume zerstört, und das, obwohl immer mehr internationale Aktivisten und selbst israelische Rabbis sich vor die Olivenbäume stellen, um diese zu schützen. (olive oiltimes. com) „Seit 1967 wurden mehr als eine Million Olivenbäume im Westjordanland zerstört, und seit 2010 haben wir 250.000 Bäume verloren, die durch Fotos und Videos dokumentiert sind. Seit dem 7. Oktober 2023 bis heute haben wir mehr als 50.000 Bäume verloren.“ Im Gazastreifen seien von ursprünglich 1,2 Millionen Olivenbäumen weniger als 100.000 übrig geblieben, und die meisten Mühlen für Oliven seien zerstört worden.

Energiewende in Andalusien: alte Olivenbäume vs. Solarparks (andalusien 360. de)

Das Problem: 25 PV-Parks auf 5.500 Hektar Olivenland in Jaén und Córdoba sind bereits genehmigt. Die rechtliche Grundlage dafür schafft das Gesetz 7/2021 der Junta de Andalucía, das PV-Großanlagen als »öffentliches Interesse« anerkennt.
Besonders umstritten ist dabei Artikel 54 ff. der Ley 24/2013 del Sector Eléctrico, der ab 3 MW die Zwangsenteignung für Projekte von öffentlichem Nutzen erlaubt.
Die 3.700-Einwohner-Gemeinde Lopera in der Provinz Jaén ist zum Symbol des Konflikts geworden. Hier sollen 8 Solarpark-Projekte mit insgesamt 100.000 bedrohten Olivenbäumen realisiert werden – mehr als in jeder anderen Gemeinde der Region.
Die Zahlen sind beeindruckend: Lopera verfügt über jahrhundertealte Haine, die das Landschaftsbild prägen. Bereits in Teilflächen wurden rund 5.000 Bäume gefällt – die Stümpfe sind heute noch sichtbare Zeugen des Konflikts.
Die Emotionen kochen hoch. Landwirt Francisco Campos bringt es auf den Punkt: »Olivenbäume zu fällen, um Solarmodule zu installieren, ist ein Verbrechen.«

Mein Herz blutet: Spanien plant, Tausende uralte Olivenbäume auszureißen und durch Solarmodule zu ersetzen

In Südspanien sollen Tausende von Hektar alter Olivenhaine zerstört werden, um Platz für Solaranlagen zu schaffen. Aktivisten schätzen, dass 100.000 Olivenbäume gerodet werden, um Platz für die „grünen“, „erneuerbaren“ Solarparks zu schaffen.    (legitim. ch)

Sowas kann man finden. Und kaufen. Es ist eine Massenware, sonst könnte man es nicht zu Hunderten auf Lager haben. Der Markt wird damit geradezu überschwemmt. Wunderschönes Holz. Natürlich wird es Unikat genannt. Und diese hunderte werden natürlich als Handarbeit beworben.

Das ist Olivenholz. Ich nenne es Blutholz, mit gutem Grund. Die Beschreibung garantiert, das Holz sei nur aus Rückschnitt von Zweigen und Ästen. Durchmesser ca 20 cm … hierfür wird ein Stück Holz gebraucht mit fast dem doppelten Durchmesser. Schaut mal ein Lineal mit 35 – 40 cm an! Für einen solchen Stamm reichen einem Olivenbaum keine 100 Jahre … 200 wohl auch nicht.

Wie viele Lügen in so wenig Werbetext … und kaum einen interessiert das.

Aus diesen Gründen verwende ich kein Olivenholz, obwohl es wunderschön ist. Und ja, meine Verweigerung ändert nichts daran, die Bäume sind ja schon gestorben. Und weitere werden sterben.

Trotzdem kann ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Die Verwendung dieses Holzes wirkt auf mich, wie sich an der Not anderer Menschen zu bereichern. Nicht nur unsere Welt leidet, weil Jahrhunderte alte Bäume gefällt werden, sondern die Menschen leiden, weil ihnen die Lebensgrundlage entzogen wird. Dieses „Blutholz“ möchte ich nicht verwenden.

Auch als verantwortungsbewußter Verbraucher ist es manchmal sinnvoll zu hinterfragen, wo die ach so tollen Produkte denn herkommen und unter welchen Bedingungen sie entstanden sind.