„Holz arbeitet“ – sagt man. Das bedeutet, es kann sich ausdehnen und schrumpfen. Wer Holz verarbeitet, sollte das wissen und berücksichtigen, so gut als möglich.
Trocknet frisch geschlagenes Holz zu schnell, entstehen Risse. Manches kann nicht „in einem Rutsch“ gearbeitet werden. Will man etwa eine Schale drechseln, muß man zuerst das geschlagene Holz der Länge nach halbieren und vortrocknen lassen. Hernach kann ein Stück davon genommen werden, um einen Rohling zu drechseln. Dieser ist noch recht feucht und muß nun wieder lagern und trocknen. Manchmal trocknet der Rohling zu schnell und es entsteht ein Riß durchs Werkstück. Schade drum! Aus dem Rohling wird dann die Schale herausgearbeitet und wiederum getrocknet, um den Feinschliff machen zu können und zum Abschluß mit Wachs oder Öl zu behandeln.
Auch das fertige Werkstück lebt und arbeitet noch immer und reagiert auf Umwelteinflüsse, da es organisches Material ist und bleibt. Es kann sich ausdehnen, zusammenziehen oder verformen, je nach Wärme oder Kälte, Feuchtigkeit oder Trockenheit der Umgebung, weil es Feuchtigkeit aufnimmt oder abgibt. Das geschieht aber nicht gleichmäßig im ganzen Stück, es beginnt natürlich außen … und so können unter Umständen leichte Verformungen oder kleine Risse entstehen.
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