
Als liebende Ehefrau weiß man natürlich, was man dem Mann schenken muß, damit er sich freut. Also habe ich ihm einen Holzklotz geschenkt. Er hat sozusagen Bauklötze gestaunt (wie man im Schwäbischen so sagt), als ich ihm diesen auf die Werkbank legte. Ich hatte die Vermutung, es könnte Haselnuß sein. Dies hat sich inzwischen bestätigt.
Dann habe ich ihn damit alleingelassen. Den Mann. Mit dem Holzklotz. Später schickte er mir dann Fotos. Das war sein Geschenk an mich – denn jetzt kann ich Euch wiederum ein Geschenk machen:
Es entsteht ein Rohling aus einem Großen Stück Holz. Und Ihr könnt sozusagen zuschauen.
Hier ist der Klotz, schon zurechtgemacht für die Drechselbank.
Dann wird der Klotz eingespannt und die Drechselbank wird auf das Stück eingestellt. Mit niedriger Geschwindigkeit beginnt die Bearbeitung.


Inzwischen wurde schon einiges abgedreht / weggedrechselt. Die Drechselbank heißt ja auch Drehbank. Es dreht sich also … rund. Deshalb gibts runde Werke.
Und kaum arbeitet man eine Ewigkeit dran, kann man erkennen, was das einmal werden könnte, wenn es genug getrocknet ist und fertiggestellt werden kann: eine seehr große wundervolle Naturrandschale! Noch hat das Werkstück eine Holzfeuchte von 50-60%, es wird einige Zeit dauern, bis es trocken genug ist.


…und es bleibt auch immer was übrig. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Dies sind die Späne vom Klotz bis zum Rohling.
Ich finde es sehr schwer, immer so lange warten zu müssen … diese Trockenzeit auszuhalten
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