Neben Mooreichenholz und Ebenholz, gibt es noch weitere edle und kostbare Hölzer. Heute schreibe ich Euch etwas über Mahagoni.
Schon der Name des Holzes weckt Vorstellungen von elegant verkleideten Yachten, glänzenden Autoarmaturen und wunderschönen Möbeln. Seine Beständigkeit gegenüber Hitze, Feuchtigkeit und anderen Witterungseinflüssen macht es auch im Musikinstrumentenbau zu einem beliebten Rohstoff.
Mahagoni gilt als eines der edelsten und wertvollsten Tropenhölzer und wird wegen seiner intensiven Farbe und den vielen positiven Eigenschaften seit Jahrhunderten geschätzt. Das Edelholz begeistert mit diversen Farbabstufungen von dunklem Rotbraun bis rötlichem Hellbraun. Die Maserung variiert dabei je nach Herkunft des Baumes von geflammt, gefleckt, zu geadert oder schlicht gestreift.
Unter dem Begriff „Mahagoni“ werden diverse Gattungen zusammengefasst, die sich durchaus in Farbe und Maserung stark unterscheiden können. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam; nämlich eine auffällig hohe Resistenz gegen Pilze und Insekten sowie die Formbeständigkeit des Holzes.
Hinter Mahagoni verbirgt sich eine ganze Pflanzenfamilie. Innerhalb dieser Familie gibt es mehrere Mahagonibäume und -hölzer mit Verbreitungsgebieten auf mehreren Kontinenten. Der Amerikanische Mahagonibaum hat die botanischen Bezeichnung Swietenia macrophyllia. Dieses wird auch unter dem Namen Echtes Mahagoni gehandelt, was seine herausragenden Eigenschaften unterstreicht.
Das natürliche Verbreitungsgebiet des amerikanischen Mahagonis erstreckt sich von Mittelamerika bis in die tropischen Teile Südamerikas. Es gibt aber auch Vorkommen außerhalb Amerikas, vorwiegend im südostasiatischen Raum, die durch gezielten Anbau entstanden sind.
Früher galt Mahagoni als „Holz der Könige“, weil diese ihre edlen Inneneinrichtungen bevorzugt daraus fertigen ließen. Anfang des 20. Jahrhunderts kam Mahagoni durch sein edles Aussehen beim Innenausbau von Yachten und teilweise beim Ladenbau regelrecht in Mode. Durch den immensen Verbrauch wurde es selten. Schon vor Jahrzehnten war es in dem ursprünglichen tiefroten Farbton nicht mehr zu bekommen.
Nun ist Mahagoni vom Aussterben bedroht. Mittlerweile ist das hölzerne Material in Rotbraun auf der Roten Liste der bedrohten Arten zu finden und wird dort als „gefährdet“ deklariert. Daher sollte man Mahagoni eigentlich nicht mehr kaufen. Tatsächlich verhängte das Bundesamt für Naturschutz sogar Importverbote. Dennoch gibt es nach wie vor Holzimporte aus illegalen Rodungen.

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