Wie in „..Warenkunde Teil 2“ angesprochen, wird oftmals ein Stück eines Baumstammes oder eines dicken Astes halbiert, damit er vortrocknet, ohne zu reißen. Hiervon kann man dann ein Stück nehmen, um es weiterzubearbeiten.

Ich nehmeetwa ein solches Stück in die Hand, drehe es in meinen Händen rum und rum, schaue es von allen Seiten an und mache mich „frei“ von Wollen und Müssen. Ich nehme dann vielleicht mit der Säge noch hier und da ein kleines Stück ab und bereitet es vor, damit ich es auf der Drechselbank einspannen kann. Und ich drehe hier und dort etwas ab und lasse mir vom Holz zeigen, was es sein und werden will. Auf diese Weise entsteht mit der Zeit ein Rohling, und nun kann man sehen, was da entstehen will.

Dieser Rohling muß nun wieder eine Zeit lang trocknen, bevor man das endgültige Stück herausarbeiten kann. Nun wird wiederum getrocknet, um den Feinschliff machen zu können und zum Abschluß mit Wachs oder Öl zu behandeln und zu polieren.

Dies hier ist ein Rohling, der ein Teelichthalter oder eine kleine Naturrandschale werden wollte. Doch sollte es nicht sein, es entstand beim Trocknen ein Riß durchs Werkstück. Viel Arbeit steckt drin … für nix. Schade drum. So etwas kommt vor.

Man kann also nicht ein Stück Holz nehmen und in Fließbandarbeit ein Ding nach dem anderen raushauen in kurzer Zeit ohne viel Aufwand. Natürlich gibt es Massenproduktion. Darum geht es bei uns aber nicht.

So sieht der entstandene Riss aus.